Fortbildung


Wir bieten Fortbildungen zu den hier dargestellten Themenbereichen an. Unsere Zielgruppen sind in der Pflege Tätige und in der Pflege Lehrende.

Bedarf und Größe der Zielgruppe bestimmen Art, Umfang und Dauer der Fortbildung, die in Ihrem Haus stattfindet. Ob als Kompaktveranstaltung am Wochenende, als kürzere oder längere Staffel von Abendveranstaltungen oder als Einzelveranstaltung (jederzeit wiederholbar) tagsüber während Ihrer Arbeitszeit - im Format sind wir flexibel.

Aus all dem wiederum ergibt sich die Höhe unseres Honorars. Fragen Sie nach, gerne klären wir mit Ihnen die Einzelheiten. Danach erhalten Sie auf Wunsch ein Angebot. Haben Sie Bedarf auf einem ganz speziellen Gebiet? Nachfragen lohnt sich ...

T H E M A - A L T E R S M O B I L I T Ä T

Wir leben in einer Zeit des Wandels: die Demografie, das Klima - zwei Themen, die gefühlt omnipräsent sind. Zu Recht, denn unsere Lebensbedingungen werden sich ändern, auch unsere Mobilität, die Art und Weise, mit welchen Hilfsmitteln wir unterwegs sind. Mobilität ist ein menschliches Bedürfnis, von Geburt an und bis zum Lebensende.

Mobilität im Alter sieht jedoch anders aus als am Lebensanfang - oder auch dazwischen. Sie bleibt aber immer wichtig: Um von A nach B zu kommen und über C wieder zurück nach A. Aber auch um am sozialen Leben teilnehmen zu können, im Alter mehr denn je. Und: Mobilität heißt nicht automatisch autofahren. Aber was heißt dann Altersmobilität genau? Fest steht schon jetzt: Die Verkehrssituation in großen Städten hat sich - aus der Sicht älterer Menschen - stark verändert und wird sich erneut verändern (siehe oben: Zeit des Wandels).

Fest steht auch: Mobilität ohne Motor ist (wieder) im kommen und jede Generation hat ihre ganz besonderen Mobilitätsbedürfnisse. Seniorinnen und Senioren werden künftig noch mehr Bus & Bahn nutzen als heute. Die erforderlichen Ressourcen zu erhalten oder gar zu fördern, all das und noch vieles mehr hat Auswirkungen auf nahezu alle Bereiche in der Pflege. Denn gerade ältere Menschen müssen unterstützt werden, damit sie die für sie oft neuen Angebote auch nutzen zu können.

T H E M A - M I G R A T I O N

Multikulturalität muss mehr bedeuten als gastronomische und folkloristisch-touristische Veranstaltungen. Für das Zusammenleben mit Menschen aus anderen Kulturen, aber auch mit Einheimischen mit Migrationshintergrund, ist ein Miteinander gefragt, das Unterschiede achtet und Gemeinsames schätzt.

Zuwanderung und das Zusammenleben und -arbeiten mit Menschen mit Migrationshintergrund ist zum festen Bestandteil unserer Lebenswirklichkeit geworden. Die Wahrnehmung und angemessene Berücksichtigung daraus resultierender besonderer Bedürfnislagen im Pflegeprozess nimmt an Bedeutung zu. Denn Fremde sind sie alle nicht mehr, und doch ist es wichtiger denn je, sich kennen zu lernen.

Das Wissen um diese Unterschiede, aber auch die Gemeinsamkeiten, die es immer gibt, erlaubt ein besseres Verstehen des Verhaltens - auch des eigenen. Es geht um Bedürfnisse und Identitäten, sowohl von zu Pflegenden als auch von denen, die pflegen, etwa Angehörige im häuslichen Bereich, aber auch KollegInnen im eigenen Team/Haus. So zu handeln - auch und gerade in der Pflege - nennt man Interkulturelle Kompetenz.


T H E M A - A L T E R S S U I Z I D A L I T Ä T

Alte Menschen gehören zu den Hochrisikogruppen für Selbsttötung. Für nicht wenige Menschen wird das Leben im (hohen) Alter so zur Last, dass sie es beenden wollen und sich das Leben nehmen. Ältere Männer begehen häufiger Suizid als ältere Frauen.

Suizidalität ist in jeder ihrer Erscheinungsformen stets mit einer Ambivalenz verbunden, so nicht mehr weiterleben zu können und doch nicht unter allen Umständen sterben zu wollen. Diese Ambivalenz zu erkennen bietet eine Chance, Betroffenen einen anderen Ausweg zu öffnen.

Ältere Personen, die unter erheblichem Druck stehen, ihre suizidalen Impulse in die Tat umzusetzen, bedürfen einer intensiven persönlichen Betreuung. Diese ist gegebenenfalls durch psychiatrische/therapeutische Maßnahmen zu unterstützten.


T H E M A - K R I S E N I N T E R V E N T I O N

Krisen kommen nie gelegen, zu keinem Zeitpunkt. Sie bringen Menschen aber immer an ihre Grenzen - Betroffene wie Helfende. Eine Krise ist eine Situation, in der ein Mensch aus unterschiedlichen Gründen Ereignisse nicht mehr adäquat bewältigen kann. Solche Situationen werden dann ganz schnell als Bedrohung der eigenen Existenz empfunden.

Ist es eine schreckliche Nachricht oder schlicht der Umzug von den eigenen vier Wänden in eine Senioren- oder Pflegeeinrichtung: Derart belastende Ereignisse können sich für alte Menschen rasch zur existenziellen Krise auftürmen. Sie nehmen ihnen dann förmlich die Luft zum atmen und rasch schwindet jegliche Perspektive für die eigene Zukunft. Konsequenz: Das Wissen um einen adäquaten Umgang mit Menschen in Krisensituationen ist im Pflegealltag notwendig


T H E M A - S O Z I A L K O M P E T E N Z E N

Überall dort, wo es um die Pflege von Menschen geht, sind soziale Kompetenzen unerlässlich. Der alltägliche Stress in Unterbesetzung, daraus folgend als belastend empfundene Arbeitsbedingungen, dazu noch Zeitknappheit in der Pflege - all das nagt oft an der Umsetzung eigentlich ja vorhandener sozialer Kompetenzen. Dann wird der Umgang mit schwierigen Themen zur Belastung - für beide Seiten: Wie kann ich einen durchaus nachvollziehbaren Wunsch auch einmal ablehnen, ohne mein Gegenüber zu verletzen? Wie begegne ich wertschätzend einem Verhalten, das von mangelnder Frustrationstoleranz geprägt ist? Wie erkenne ich die Bedeutung aggressiven Verhaltens, ohne selbst dabei wütend auf mein Gegenüber zu werden?

Überall dort, wo es um die psychosoziale Begleitung Sterbender geht, sind entsprechende soziale Kompetenzen ebenso unerlässlich. Angehörige können nur noch selten diese Aufgabe übernehmen. Doch sich aufgehoben zu fühlen, seelischen Beistand zu haben, Menschen um sich zu wissen, denen man sich anvertrauen und mit denen man über Gott und die Welt, Leben und Tod reden kann - alles das ist gerade und besonders in den letzten Stunden besonders wertvoll. Diese Aufgaben authentisch zu meistern, ist für Pflegende eine große Herausforderung, deren Bewältigung guter Rahmenbedingungen genauso wie einer guten Vorbereitung bedarf.

"Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben." Dieser Spruch wird Cicely Saunders (1918 - 2005) zugeschrieben, der Begründerin der modernen Hospizbewegung. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, was sie da sagte, möchte man meinen. Doch gerade das so vermeintlich Selbstverständliche muss gehegt und gepflegt werden - vielleicht sogar in dem Maße, wie die Menschen, die Ihnen tagtäglich in der Pflege begegnen ...

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren